„empirica – wenn ein kleiner Traum in Erfüllung geht“

empirica, Forschung, Jugendkultur, Kultur & Glaube

Seit Jahren träume ich davon ein Institut für Jugendkultur zu gründen, welches sich wissenschaftlich mit den Phänomenen von Kultur und Religion im Jugendalter auseinander setz. Schon meine Doktorarbeit ging um das Thema und seit einem halben Jahr forsche ich mit einigen Studenten an dem Projekt „Biographie & Glauben“ in dem es um den Einfluss der von Werten, Religion und Glauben geht (in der Postadoleszenz). Es wird dazu soviel populistisch geschrieben (besonders aus dem frommen Bereich) und es gibt kaum eine Forschung dazu. Anyway, nun habe ich den ganzen losen Forschungen einen Rahmen gegeben: “Empirica – Forschungsinstitut für Jugendkultur & Religion“. Hört sich erstmal mehr an als es ist, aber wir wollen klein anfangen und mal sehen was daraus wird. Ziel sind zum einen eigene Forschungsprojekte, aber auch eine Vernetzung mit anderen Instituten und Hochschulen sind möglich und erste Gespräche waren viel versprechend. Naja, heute ist die Homepage fertig geworden und dies soll der offizielle Startschuss sein.

19 Comments

  1. Hey Tobi, das hört sich cool an.
    Ich hatte mir vor einiger Zeit immer die Frage gestellt wie das ist mit Jugendlichen und “Abfall” also: was sind Gründe dafür, dass eine Spiritualität, die eben noch sehr radikal, großmäulig (gibts das Wort?) und leidenschaftlich war, plötzlich abebbt? Ich bin der Meinung, dass man da verschiedene Muster erkennen könnte; auch wenn ich die nicht unbedingt benennen kann.
    Viel Erfolg mit dem Projekt!
    Arne

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  2. Ist “Jugendkultur” nicht mittlerweile so fragmentiert, das man dem kaum Herr werden kann? “Damals” war das ja überschaubar, aber heute bedienen sich doch alle aus einem grossen Pool. Diedrichsen schrieb ja damals über Palästinensertuchträger beim Asylantenheimanzünden, das ist doch noch eher unübersichtlicher geworden, oder?

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  3. @arne: Eine Frage wäre zum Beispiel, ob Jugendlichen nach ihrer “leidenschaftlichen” Zeit in der Postadoleszenz wieder zu ihrem “alten” Glauben zurückkehren?

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  4. Glückwunsch. Logo und HP sehen schon mal sehr gut aus 🙂
    A propos Fragezeichen: Auf der ersten Seite ist mir dieser Satz aufgefallen: “Das methodische Spektrum reicht von quantitativen, qualitativen sowie triangulären Forschungsprojekten.” Da müsste noch ein “bis zu” rein (reicht von…bis zu…).
    Wünsche jedenfalls viel Erfolg, den können wir gut brauchen. 🙂

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  5. Sind Institute nach Blogs und Twitter das nächste “must have”? Jedem sein Institut? Zumindest schießen sie in letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden 😉

    Ne, nicht das das falsch ankommt. Ich find das gut. Ich hoffe, dass du und deine Mitarbeiter mit dem Institut ein paar interessante Ideen, Projekte oder was ihr noch vorhabt anstoßen könnt. Viel Glück euch dabei!

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  6. Naja, in meinem Umfeld vor allem die FTA. Die hat zwei Institute gegründet (Israelogie und ethik) und eines, das mit aufs Gelände der FTA gezogen ist (Missiologie).

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  7. Ne, Herr Holthaus bloggt nicht. Aber das Ethik-Institut hat halt seine Homepage:

    http://www.ethikinstitut.de

    und da gibt es dann regelmäßige Nachrichten, Informationen über Publikationsprojekte etc. Aber das ist alles erst noch im Werden. “Emerging Institute” um es auf neudeutsch zu sagen 😉

    Und ja, das Institut für evangelikale Missiologie leitet Klaus W. Müller. Das ist aber schon etwas älter, nur jetzt halt teilweise in die Räume der FTA umgzogen.

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  8. Ah, hätte mich doch sehr gewundert wenn Stefan gebloggt hätte, aber man weiß ja nie!
    Ja, bei Müllers Institut hab ich noch zu Korntaler Zeiten gejobbt….

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  9. Hey Tobi,
    was meinst du genau mit “alten Glauben”? Meinst du den Kinderglauben oder meinst du das Weltbild, dass sie vor ihrer Bekehrung hatten?
    Apropos Fragen:
    Ich frage mich, ob es vielleicht ein Shift gibt in der Metapher, mit der man Jesus beschreibt. In der Pubertät vielleicht oft eben Jesus als Liebhaber (Sprache der Intimität), wenn die ersten “Anfechtungen” aka. ungewohnte Gedanken kommen vielleicht stärker Jesus als Sieger im geistlichen Kampf (Sprache der Aggressivität) und wenn man stärker “im Leben steht” wir als Partner und Mitarbeiter (Sprache des Dienstes).
    Überhaupt wäre da interessant inwieweit -hm wie formulier ichs mal- die Intimität mit Gott im modernen Hillsong Worship auch viel mit Hormonen zu tun hat. (damit meine ich nicht, dass die Erfahrungen keine echten geistlichen Erfahrungen sind).
    Und wenn ichs mir überlege: gerade bei christlichen Hardcorebands sieht man immer wieder das Thema “geistlicher Kampf”- irgendein führender Charismatiker hatte doch selbst mal vor ein paar Jahren die “Killerspiele” damt in Verbindung gebracht, dass die Leute eine Aggresivität haben, die sie normalerweise im geistlichen Kampf ausleben sollen.

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  10. Coole Seite, tolle und sinnvolle Idee. Wünsche euch viel Erfolg und Spaß bei der Sache.
    Wenn ihr mal Hilfe braucht sagt bescheid.

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  11. @arne: Ja, mit “alter Glaube” meine ich den Glauben, der von Eltern, Gemeinde, Schule, freunde im Kinder- und Teenageralter geprägt wurde. Nach der Adoleszenz wird ja noch mal “neu gemischt”, was bleibt dann über? Auf was greifen Junge Erwachsene dann zurück?
    Mit der Sprache ist eine spannende Sache, dass Bsp. “geistliche Kriegsführung” ist gut, muss ich mal drüber nachdenken….

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  12. klingt super toby! viel erfolg! hier aus der magdeburger soziologie schule könnte ich höchstens noch die biografieforschung/ narratives interview nach schütze empfehlen, aber das wisst ihr sicher auch selbst. LG erstmal, andi

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