„Aber wenn es so in der Bibel steht?“ Ein Diskussionsbeitrag zur Bibelauslegung am Beispiel der Rute in der Kindererziehung.

Theologie

Die letzten Tage gab es eine längere und zum Teil hitzige Diskussion auf Facebook über einen YouTube-Vortrag von Joshua Wesely mit dem Titel: „Würde Jesus ein Kind schlagen? Christliche Kinder Erziehung und wie wir sie “züchtigen” sollen“, in dem er zu leichten Schlägen auf Po und Finger in der Kindererziehung aufgefordert hat. Das Video und mein Widerspruch haben doch einige Wellen geschlagen hat, was mich ehrlich gesagt auch etwas überrascht hat. Eine der Hauptfragen, die bei Facebook, aber auch als persönliche Fragen bei mir angekommen sind: Wie kannst du einfach auf das Video antworten: Nein, Jesus würde keine Kinder schlagen – wo es doch so eindeutig in der Bibel steht und die Kirchenväter und über seit fast 2000 Jahren so verstanden wurde?
Und ich nehme die Frage mal auf und stelle sie in einen größeren Zusammenhang: Wie kann ich die Bibel heute verstehen? Denn darum geht es ja bei dieser Frage im Kern.
Zunächst möchte ich zwei Bemerkungen vorrausschicken: a) Ich kenne niemanden, der die Bibel liest und das Gelesene eins zu eins in seinem Leben umsetzt, also alle legen die Bibel mehr oder weniger aus und b) die Bibel lebt von ihrer Auslegung, so wie schon Jesus und Paulus es gemacht haben in den Synagogen ihrer Zeit und es seitdem Generation für Generation tut. In dieser Tradition stehen wir und diese Tradition schätze ich und liebe ich und auf ihr stehe ich und in vielen zentralen Punkten gibt es eine lange sich bestätigende Auslegungslinie und trotzdem komme ich manchmal zu anderen Ergebnissen als meine Geschwister im 5. oder 15. Jahrhundert. Das ist auch völlig richtig und gehört zu dieser Auslegungsgeschichte dazu und es gibt sehr viele Beispiele, die das zeigen und die wir als ganz normal hinnehmen: die Stellung der Frauen in der Gemeinde, die Stellung zum Judentum, die Stellung zur Kindererziehung, die Stellung zur Sklaverei, die Stellung zu weltlichen Gerichten, die Stellung zur Zinsverbot, die Stellung zur Familie/Ehe, die Stellung zur Todesstrafe etc. etc.
Hier ist nicht der Rahmen eine ganze Bibelauslegung aufzuzeigen, aber mir geht es darum aufzuzeigen, dass wir nicht einfach wahllos und subjektiv Bibelverse aus dem inneren Zusammenhang der Bibel reißen. Also, hier mal eine erste Unterscheidungshilfe für biblische Texte, die ich ganz hilfreich finde und die eine gemeinsame Diskussion vielleicht etwas sachlicher werden lässt:
a) Was ist ein historisches Einzelfallurteil, wie zum Beispiel die Aufforderung zu Kriegen oder die Berufungen von einzelnen Personen oder Anweisungen an sie für ihr Leben? Alle Einzelanweisungen der Bibel sind von ihrer konkreten Situation nicht ablösbar und nicht unmittelbar auf heute übertragbar, dies bedeutet nicht, dass wir daraus nichts lernen können, aber wir können keine Gesetzmäßigkeiten für unser Handeln heute ableiten-
b) Was sind allgemeine Regeln für eine bestimmte Zeit oder ein bestimmtes Volk, wie bspw. Reinheitsgebote, Mischgewebe, Beschneidung, Zinsgesetzgebung etc.? Hier gilt ähnliches wie bei a), wir können lernen, wie Gott handelt, was ihm wichtig ist etc. Aber diese allgemeinen Regeln gelten nicht automatisch für uns, wie schon das sogenannte Apostelkonzil (Apg 15) festgestellt hat.
c) Was sind grundlegende Prinzipien als Maßstab der Orientierung für unser Leben, das der Nächstenliebe (Mt 22,39-40), die Barmherzigkeit (Mt 23,23, die Goldene Regel (Mt 7,12) oder der Maßstab der besseren Gerechtigkeit Jesu (Mt 6,33). Hier wird eine Handeln und eine Haltung gelehrt, die universale Bedeutung hat und uns als Nachfolger*innen Christi Orientierung und Leitung für unser Leben geben kann.
d) Was ist der große Gesamtplan Gottes, die Rahmenstory sozusagen. Das Heilshandeln Gottes in Schöpfung und Erlösung, das angebrochene Reich-Gottes (Mt 6,33; 20,26-28). Was wird beispielsweise von Jesus aus dem AT aufgenommen und erfüllt (Mt 5,17-20) bestätigt (Mk 12,29-31.) oder auch verschärft (Mt 5,28; Mt 19,5.6). In dem Verständnis der Story wird auch deutlich, welches Gottesbild und welches Menschenbild für das eigene Handeln leitend wird.

Die Einteilung der einzelnen Stellen/Texte müsste dann für alle anderen nachvollziehbar werden. Mit ist völlig klar, dass die verschiedenen Meinungen dadurch nicht weniger werden, aber es wäre a) eine eigene Reflexionsschleife gewährleistet, b) ein Nachvollziehbarmachen der eigenen Entscheidung und c) so vielleicht eine bessere und sachlichere Diskussion möglich.
Also, hier wäre die Frage zum Beispiel: Wie sollen wir Kinder erziehen? Was sagt die Bibel? Ist die Rute bei Kindern ein grundlegendes Prinzip Gottes?

Dazu drei Bibelstellen aus dem Alten Testament:

Spr 23,13 Lass nicht ab, den Knaben zu züchtigen; denn wenn du ihn mit der Rute schlägst, so wird er nicht sterben;
Spr 13,24 Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn; wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn beizeiten.
5. Mose 21, 18 Gesetzt den Fall, jemand hat einen Sohn, der so widerspenstig und ungehorsam ist, dass er trotz aller Strafen und Mahnungen weder auf seinen Vater noch auf seine Mutter hört. 19 Dann sollen ihn seine Eltern gemeinsam zum Versammlungsplatz am Tor bringen, ihn den Ältesten der Stadt vorführen 20 und zu ihnen sagen: »Unser Sohn hier ist widerspenstig und will uns nicht gehorchen. Wir können sagen, was wir wollen – er ist ein Prasser und Säufer.« 21 Dann sollen alle Männer der Stadt ihn durch Steinigung hinrichten. Ihr müsst das Böse aus eurer Mitte entfernen. Alle in Israel sollen davon erfahren, damit sie sich fürchten.

Wo würden diese Texte reinpassen? Ich würde sagen in die Kategorie b): Sie sind allgemeine Regeln für eine bestimmte Zeit oder ein bestimmtes Volk. Und sie wurden außerdem gegen Kategorie c) und d) verstoßen, weil Jesus das allgemeine Gesetz erfüllt hat (Mt 5,17-20) und das Schlagen und Töten gegen die grundlegende Prinzipien als Maßstab der Orientierung für unser Leben geht. Außerdem würde ich sagen, die Bibel ist kein Erziehungsbuch, wo ich einfach nach Stichworten suchen kann und diese auf meine Kindererziehung anwenden kann.
Und dann noch mal für alle, die versuchen die Bibel möglichst wörtlich nehmen, in der Bibel steht nicht, und zwar gar nicht und niemals, dass Jesus Kinder geschlagen hat, das einzige, was Jesus gemacht hat mit Kindern: Er hat sie gesegnet und als Vorbild in die Mitte der Jünger gestellt (Mt 19,13–15).

So und jetzt können wir konkret diskutieren und natürlich ist hier dann Widerspruch erlaubt! 😉

Und für alle, denen das noch nicht reicht empfehle ich den tiefgehenden Vortrag von Thorsten Dietz zum Thema: „Wer sein Kind liebt, züchtigt es?“

Und natürlich gibt es noch viele andere Fragen:
Wie steht es mit der deutschen Gesetzgebung, die körperliche Gewalt jeglicher Art verbietet?
Wie steht es mit der Gefährdung des Kindeswohls.

Etc. Etc.

10 Comments

  1. Lieber Bruder Tobias,
    ich finde, dass du hier unnötigerweise versuchst, allgemeine Auslegungsregeln zu formulieren, die sich weder in der Heiligen Schrift finden, noch sich aus dieser ableiten ließen, sondern die scheinbar nur dem Zweck dienen, nicht verstandene oder schwer annehmbare Gebote Gottes wegzudiskutieren.
    Aus meiner Sicht gibt es keine „Auslegungsgeschichte“, sondern bestenfalls einen fundamentalen Unterschied zwischen altem und neuen Testament, den wir verstehen müssen, um die Gebote Gottes richtig auszuüben.

    Nenn mir doch einfach mal ein konkretes Beispiel, an welchem du ausmachst, dass sich die Gebote heute nicht mehr umsetzen ließen!
    Nehmen wir zum Beispiel mal das Gebot der Steinigung von ungehorsamen Söhnen: auch heute noch sind Eltern dazu verpflichtet, sich von leiblichen oder geistlichen Kindern zu trennen, wenn diese nicht mehr dem Wort Gottes gehorchen wollen, damit sie dadurch zu Buße kommen; nur befolgen wir das Gebot heute GEISTLICH, indem wir nicht mehr Menschen töten wie im alten Bund, sondern uns von Ihnen absondern. und genauso ließen sich auch alle anderen Gebote des alten Testaments geistlich umdeuten auf den neuen Bund. Aber das dürfen wir nicht willkürlich machen, sondern kann nur Schriftgemäß geschehen. Ein weiteres gutes Beispiel ist 1.Korinther 9:9, wo Paulus uns einen Schlüssel zum Verständnis sämtlicher Gebote des alten Bundes gibt.

    Bedenke, dass der Feind heute mehr denn je das Interesse hat, die Gebote Gottes aufzulösen, und das gelingt ihm heute hauptsächlich durch eine UngültigErklärung der Gebote Gottes. Besonders in der Frage der Stellung der Frau hat es einen regelrechten Dammbruch gegeben, was die Gesetzlosigkeit betrifft. Wenn heute ein Transvestit in eine Gemeinde gehen würde, würden sich schon sämtliche Gläubige nach ihm umdrehen. Wäre aber vor 60 Jahren eine Frau mit Hosen in die Gemeinde gekommen, dann hätten alle sofort getuschelt und sie wäre wahrscheinlich schon bald des Hauses verwiesen worden, da das Hosentragen bei Frauen als absolut gottlos galt.
    Leider haben die Christen seit Beginn der Achtundsechziger Umwertung aller Werte nicht mehr so sehr darauf geachtet, was der „gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist“, sondern sich der Welt angepasst (Röm.12:1-2) und eher auf den Zeitgeist geachtet, der von der Emanzipation der Frau geprägt ist. Die ewigen Grenzen, die unsere Väter aufgestellt haben zwischen den Geschlechtern, wurden einfach verrückt in Richtung Gesetzlosigkeit (Spr.22:28).
    Und das findet sich heute in allen Bereichen. Leider. Möge der HErr seinem Volke Buße schenken, damit die Kinder Gottes sich vorbereiten auf die baldige Wiederkunft unseres HErrn!
    Im HErrn Jesus Christus verbunden,
    Dein Bruder Simon

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    • Lieber Bruder Simon, danke für deinen Kommentar, ich gebe dir Recht, dass es einen Unterschied zwischen AT und NT gibt, der durch Jesus und seiner Auslegung des AT gekennzeichnet ist. Und da geht es auch nicht darum, dass die Gebote für ungültig erklärt werden, sondern dass Jesus sie erfüllt (Mt 5,17-20), was ein großer Unterschied ist. Was du machst ist eine Form der Vergeistlichung die an Bultmanns Entmythologisierung erinnert: Es geht nicht um das historische Ereignis (die Steinigung), sondern um die geistliche Aussage dahinter (Söhne loslassen). Das sehe ich in der Tat anders und ich denke, dass ich da die Bibel doch etwas ernster nehme! 😉

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    • Danke Tobias für diese geniale Zusammenfassung. Ich bin da ganz deiner Meinung: Die ganze Bibel muss in ihrer Geschichtlichkeit erkannt, gelesen und betend ausgelegt werden. Wäre die Bibel ein Buch, das wie der Koran der Legende nach vom Himmel kam, dann müsste man sie schon Wörtlich nehmen. Aber dadurch, dass sie ein Buch verschiedenster Bücher ist, Briefe, Poesie, Geschichten…, ist ein zweiter genauer Blick wichtig Schon alleine die Briefe des Neuen Testaments verlangen nach einer Verortung in die jeweiligen Situationen. Ein Brief hat zwei Seiten: einen Sender und einen Empfänger. Und beide leben in unterschiedlichen Situationen, erleben unterschiedliches und vermutlich ist beides sehr verschieden zu dem was du und ich heute erleben. Und genau deshalb ist es wichtig genau hinzusehen wie Tobias schreibt, mit welchen Worten, welchen Beispielen, welchen spitzen Aussagen bewirkt der Autor eines Textes was beim Hörer. Und dafür müssen wir verstehen wer der Hörer ist, wie die Situation ist, wie der Hörer tickt…Und trotzdem mache ich mich stark BETEND auszulegen, aber auch betend zu prüfen.

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      • yep, gerne die Frage nach Sender und Empfänger ist ja sehr spannend, weil da ganz unterschiedliche Kontexte überwunden werden müssen: Ereignis – Schreiber – erste Leser – Übersetzer*in – Leser*in heute – spannender Prozess, der durch den HG lebendig gehalten wird…

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  2. Hallo Tobias, wir wurden als Kinder geschlagen und es hat ganz viel in uns Kaputt gemacht!
    Eine gnädige Gott gab es lange nicht für mich.
    Meine Geschwister können gar nicht mehr Glauben.
    Jesus sah die Ehebrecherin an, und steinigte sie nicht !!!
    Das wäre damals die richtige Strafe gewesen.
    Schon vor 40 Jahren wurden in Deutschland wenig Kinder geschlagen.
    Wir waren die Ausnahme in unseren Klassen!
    Mein Vater hat Gnade gepredigt, aber wir mussten unsere Strafe bekommen !
    In Deutschland ist es zum Glück mittlerweile verboten, Kinder zu schlagen!!!! Und dass ist gut so!!!!!!!!!!!
    Wer etwas anderes sagt handelt gegen das Gesetz!
    LG Irene

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  3. Helmut wk

    Schon Martin Luther hat darauf hingewiesen, dass Bibel durch Bibel ausgelegt wird (und ich vermute, er war nicht der Erste). Und wenn in der Bibel steht, dass die Gesetze in den 5 Büchern Mose für das Volk Israel sind, dann folgt daraus, dass nur Judenchristen es sich so einfach machen können, einen Vers aus dem AT zu zitieren und das als Gebot für verbindlich ansehen (wobei ich mir da auch nicht sicher wäre). Heidenchristen müssen schon ins NT schauen,um zu sehen, ob das auch für uns gilt.

    Wobei es auch interessant ist zu sehen, wie das NT das AT auslegt.Etwa die Vergeistlichung von 5.Ms 19,15 in 1.Tm 5,18. Klar, so eine Auslegung kann die wörtliche nicht einfach ersetzen, als ob es die nicht geben würde. Und die historische Frage:”Warum war das damals richtig, und was können wir heute daraus lernen”, die Tobias für (a) und (b) stellt, ist auch hilfreich.

    Natürlich kann man auch zu weit gehen, und alles vergeistlichen oder “historisch-kritisch” wegerklären. Was hier aber (also im Artikel und den Kommentaren) wohl keiner macht. Die Erklärung von Simon finde ich hilfreich, aber sie sollte nicht als Gegensatz zu Tobias gelesen werden, sondern als Ergänzung.

    Soweit meine “2 Cent”.

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  4. Hallo,
    per Zufall bin ich über den Blog und auch das, dieses Thema auslösende, Video gestoßen.
    Ich möchte mich bedanken für einige Anregungen die ich für mich mit nehmen kann auch wenn ich nicht alles
    einfach so bejahen kann.
    Fakt für mich ist, dass Gott in der Bibel auch Grauzonen zulässt.Und darüber bin ich dankbar.
    Zum einen weil ER mich als denkenden Menschen geschaffen hat und weil mein Hirn längst schon aus dem Glauben ausgestiegen wäre wenn alles geregelt wäre.
    Es bliebe kein Spielraum der Liebe und der Nächstenliebe im Umgang mit meinen Mitmenschen.
    Was wäre wenn mein Glaube mich zwingen würde tatenlos zu zuschauen wenn anderen Menschen Leid angetan wird oder sie gar tötet? Oder wie würde ich dran zerbrechen wenn die Bibel mich zwingen würde mich mit erhobenen Hände vor jeden Gewehrlauf zu stellen.
    Und so sehe ich es auch für die Erziehung unserer Kinder.
    Ich brauch meine Kinder nicht schlagen um sie zu strafen, es reicht vollkommen ein Fernsehverbot oder ein Verbot für den PC auszusprechen und durchzuziehen und meine Kinder fühlen sich mehr gestraft als ich es in meinen rauen aber herzlichen Kindheitserinnerungen gespeichert hab.
    Ich bin aber der festen Überzeugung das wir uns schuldig machen auch vor unserem Schöpfer wenn wir Erziehende mit immer mehr Geboten und Verboten überziehen wie Kinder geprägt werden und für das Leben vorbereitet werden.
    Und Ja, ich weiß das es immer wieder, Heute wie Gestern, Verboten oder Erlaubt, es Menschen gibt die aus welcher Motivation auch immer heraus ihren Kindern und Mitmenschen nicht nur Steine in den Weg sondern auch förmlich um den Hals binden. Diesen Menschen muss ihr Handeln verdeutlicht werden und zur Not auch das Handwerk gelegt werden und nicht der Allgemeinheit.

    Und irgendwann werde ich meinem Schöpfer gegenüber stehen und IHM in den Ohren liegen, IHN fragen ob meine Gedanke und Überlegungen richtig waren oder die Überlegungen von vor 500 Jahren oder gar die von vor 1500 Jahren.
    Und solange werde ich meine Erziehung und meinerUmgang mit meiner Umwelt an dem Grundverständnis der Bibel, meinem Herzen und meinem Verstand ausrichten.
    Und so lange wird es in mir auch ein flaues Gefühl bis hin zur Angst geben wenn so leichtfertig dahin geworfenen Kommentare wie weiter oben sehe mit dem Querverweis auf https://hassmelden.de .

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    • Danke Michael. Aber ich muss zugeben, dass ich nicht so richtig verstehe auf was du hinaus willst. Kinder schlagen ist nicht ok, aber es gibt eine Grauzone? Vielleicht kannst du es mir nochmal kurz erklären. Danke! 😉

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      • Hmmm, wird schwer.
        Steht in der Bibel das ich irgendjemanden Schlagen darf?
        Mir nicht bekannt.
        Jesus hat gesagt das man die Kinder zu ihm bringen soll.
        Hat Jesus davon gesprochen wie man Kinder erziehen soll? Zuckerbrot und Peitsche? Fernsehverbot? Schokolade wenns alles gut klappt?
        Regen wenn der Zwerg nicht aufisst?
        Sonne weil der Teller leer ist?
        Auch das ist mir nicht bekannt.

        Was steht denn dann konkret in der Bibel ?

        Mir ist wichtig (unumstößlich wichtig), dass die Seele unserer (eigenen) Kinder keinen Schaden nehmen.
        Und ja Schlagen scheint mir schwer mit Seelenheil in Einklang zu bringen.
        Ganz vieles andere aber auch nicht.
        Anschreien, Kinder über Tage in der Kita kämpfen lassen bis sie registriert in Kauf genommen haben erst Abends abgeholt zu werden?
        Auch dazu steht nix in der Bibel – Auslegung hin oder her!
        Warum? Vielleicht weil ich einen Verstand bekommen hab?
        Vielleicht weil ich jedem Menschen mit Respekt und ohne Bauchpinselei gegenüber treten soll.

        Und nein, ich möchte nicht zu denen gehören die einen Stein aufheben und auf den richten der seine Kinder gegen ihren Willen in eine Kita schicken noch gegen die in der Erziehung ihrer Kinder an ihre Grenzen kommen.
        Aber ich werde nicht schweigen wenn Menschen mit vollem Bewußtsein und weit über jede Grenze hinweg die Hand gegen ihre Mitmenschen erheben.

        Aber eigentlich hat mich der Hinweis mit dem Hasskommentar erst dazu gebracht etwas zu schreiben und das erste Mal mich aus der Deckung zu begeben.

        Von daher klinke ich mich lieber wieder aus, bevor ich noch mehr am Thema und damit am Ziel vorbei schieße.

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